Vier Etappen, extremes Tempo und Windkantenschlacht: Das Team Run&Race-solarpur blickt auf eine ereignisreiche Rundfahrt zurück.
Nach der Bosnienrundfahrt ging das Kontinentalteam Run&Race-solarpur in Topbesetzung bei der UCI-Rundfahrt Belgrade Banjaluka vom 22. bis zum 25. April an den Start. Auch wenn erneut das Quäntchen Glück für das Podium fehlte, unterstrichen die Fahrer eindrucksvoll, was mit Selbstvertrauen und Teamwork möglich ist.
Schon die erste Halbetappe verlangte den Fahrern Luca Jenni, Sverre Litlere, Tobias Kreuzer, Michael Peter, Andrin Züger, Nicola Schleuniger und Luis Strasser alles ab. Starker Seitenwind zerriss das Feld früh in mehrere Gruppen. Während viele Teams den Anschluss verloren, hielt sich das Team Run&Race-solarpur schadlos im vorderen Teil. Andrin Züger krönte die starke Vorarbeit seiner Mannschaftskollegen mit einem hervorragenden 7. Platz. Nur Stunden später folgte am Abend der Start zur zweiten Teiletappe, die sich als 40 km langer, hektischer Kampf um die vorderen Positionen im Fahrerfeld entpuppte. Hier zeigten Nicola Schleuniger und Sverre Litlere ihre Klasse und sprinteten auf die Plätze 6 und 8.
Auch die zweite Etappe war geprägt vom Seitenwind. Vor allem in der zweiten Rennhälfte bestimmten der starke, böige Wind und permanente Angriffe das Rennen. Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel konnte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe mit Sverre Litlere, Nicola Schleuniger und Luis Strasser vom Feld absetzen. Dass die Gruppe wenige Kilometer vor dem Ziel aufgrund fehlender Einigkeit der Fahrer gestellt wurde, war bitter, zeigte aber die offensive Ausrichtung von Run&Race-solarpur.
In die Königsetappe startete das Team dezimiert, da Michael Peter krankheitsbedingt die Rundfahrt aufgeben musste. Auch auf diesem Teilstück setzte das Team alles daran, das Rennen schwer zu machen. Trotz guter Zusammenarbeit ging der Plan nicht auf, da die Anstiege nicht selektiv genug waren und starker Gegenwind Ausreißversuche fast unmöglich machte. So blieb das Feld bis zum Ziel geschlossen. Im Massensprint erreichte Nicola Schleuniger den 15. Platz.
Auf der letzten Etappe zeigte das Team dann noch einmal sein großes Kämpferherz: Luis Strasser gelang der Sprung in die Fluchtgruppe des Tages, die sich fast drei Minuten vom Feld absetzen konnte und erneut erst kurz vor dem Ziel eingeholt wurde. Ein Sturz von Andrin Züger fünf Kilometer vor dem Ziel sorgte für Schrecksekunden. Mit enormem Krafteinsatz schaffte er wieder den Anschluss an das Feld und sicherte sich einen starken fünften Platz in der Gesamtwertung.
Obwohl man mit noch höheren Erwartungen angereist war, fällt das Resümee positiv aus. Ob es die Arbeit am Berg durch Tobias Kreuzer und Luca Jenni, die strategische Positionierung durch Luis Strasser oder die Verlässlichkeit der Sprinter war – das Team trat über alle vier Tage als geschlossene Einheit auf.
„Jeder hat seine Rolle zu 100 Prozent ausgefüllt. Wir entwickeln uns als Gruppe stetig weiter und die Formkurve zeigt steil nach oben“, fasste Teammanager Otto Peter die Rundfahrt zusammen.
Mit diesem Selbstvertrauen im Gepäck gingen die Fahrer von Run&Race-solarpur am folgenden Tag beim Heimrennen in Patriching an den Start. Von Anfang an machten die Fahrer von Run&Race-solarpur das Rennen schwer. Ständige Attacken durch Andrin Züger und Bastian Dietl führten gegen Rennhälfte zu einer Teilung des Feldes. In der ersten zwölfköpfigen Gruppe war das Team mit vier Fahrern vertreten: Andrin Züger, Bastian Dietl, Tobias Kreuzer und Nicola Schleuniger hielten das Tempo durchgehend hoch und kontrollierten das Rennen von der Spitze aus. Nicola Schleuniger krönte die Teamleistung schließlich mit dem Sieg im Sprint der Spitzengruppe. Bastian Dietl (9.), Tobias Kreuzer (11.), Luca Jenni (13), Michael Peter (14.) und Andrin Züger (21.) rundeten den perfekten Tag für das Team ab.
Am 1. Mai steht nun das UCI-Rennen in Nenzing in Vorarlberg auf dem Rennprogramm. Ein bergiges und schweres Eintagesrennen, das den Fahrern liegt und auf dem der Run&Race-solarpur-Express erneut angreifen wird.








